Aktuelles aus dem Rat
In der Ratssitzung am 03.02.2026 wurden folgenden Themen behandelt.
1. Bebauungsplan Nr. 125 "SO Bioenergie Bonrechtern" und 25. Flächennutzungsplanänderung "SO Bioenergie Bonrechtern"
Nach Prüfung und Abwägung insbesondere der Stellungnahmen des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 26.08.2025 und 17.12.2025 sowie des Landkreises Vechta vom 29.09.2025, dass die geplante Erweiterung der vorhandenen Biogasanlage in Bonrechtern und somit die 25. Änderung des Flächennutzungs-planes der Gemeinde Visbek sowie die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nr. 125 den raumordnerischen Zielen in Bezug auf das im Landesraumordnungs-programm dargestellte Vorranggebiet Trinkwassergewinnung widersprechen und somit dort unzulässig sind, werden die entsprechenden Aufstellungsbeschlüsse vom 21.03.2023 gemäß der vom Planungsbüro Diekmann - Mosebach & Partner, Rastede, erarbeiteten Abwägungsvorschläge aufgehoben und die Bauleit-planverfahren eingestellt.
Die Ratsmitglieder stimmten einstimmig zu.
2. Anschaffung von mobilen Fahrzeugsperren zur Absicherung von Veranstaltungen
Die Gemeinde Visbek hat zur Absicherung von Veranstaltungen mobile Fahrzeugsperren angeschafft. Die „Poller“ werden künftig bei Veranstaltungen wie Schützenfesten, Märkten, Konzerten und Ähnlichem zum Einsatz kommen; in Visbek erstmals am Sonntag (15. März) beim Frühlingserwachen mit verkaufsoffenem Sonntag.
Die Fahrzeugsperren sowie eine Transporthilfe haben ca. 47.600 Euro gekostet. In der Vergangenheit hat die Gemeinde für Veranstaltungen vergleichbare „Poller“ geliehen. Da dafür aber Gebühren anfielen und die Sperren auch künftig regelmäßig gebraucht werden, hat der Verwaltungsausschuss Anfang des Jahres dem Kauf zugestimmt.
Die letzte Ratssitzung fand am 17.03.2026 statt und es wurden folgenden Themen behandelt.
1. 1. Änderung des Sachlichen Teilflächennutzungsplan Windenergie der Gemeinde Visbek; hier: Ausweisung zusätzlicher Flächen für die Nutzung von Windenergie nach § 245e BauG
Der Visbeker Rat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass der o.g. Entwurf erneut ausgelegt werden soll. Ziel ist es, zusätzliche Flächen für die Nutzung von Windenergie auszuweisen. Der Teilflächennutzungsplan sieht für den Bereich zwischen Erlte und Endel bereits eine Fläche von ca. 31 Hektar vor, die für die Errichtung von Windenergieanlagen genutzt werden, kann. Dort könnten fünf Anlagen gebaut werden. Im Sondergebiet „Windenergie“ nordwestlich von Visbek (zwei grosse Teilbereiche von insgesamt 25 Hektar) könnten bis zu drei zusätzlichen Anlagen errichtet werden.
2. Gerbertschule Visbek – Dachsanierung
Die Gerbertschule Visbek (Altbau) wurde ca. 1950 errichtet. Seitdem sind am Gebäude bereits einige Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen vor-genommen worden.
Mittlerweile sind jedoch erhebliche Schäden am Dach, der Unterkonstruktion und den Dachgauben zu erkennen. Kleinere Dachreparaturen sind in den letzten Jahren immer wieder angefallen, sind jedoch nicht mehr ausreichend. Zudem entspricht die in Teilen vorhandene Dämmung nicht mehr den Anforderungen.
Reparaturen sind insbesondere aufgrund von Einsturzgefahr (bei Begehung) in Teilbereichen nicht mehr durchzuführen. Eine umfangreiche Sanierung (Erneuerung der Unterkonstruktion, der Dacheindeckung, der Einrichtungen zur Dachentwässerung sowie der Dachgauben) ist somit erforderlich.
Die Montage einer PV-Anlage auf dem Dach der Gerbertschule Visbek ist nach einer Prüfung durch das Ingenieurbüro Frilling + Rolfs GmbH, Vechta, auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen, aus technischer und wirtschaftlicher Sicht nicht zu empfehlen.
Gemäß vorliegender Kostenschätzung ist mit Kosten in Höhe von ca. 370.000,00 Euro zu rechnen. Die entsprechenden notwendigen Arbeiten (Dachdecker- sowie Gerüstbauarbeiten) sollen öffentlich ausgeschrieben werden.
Die Durchführung soll mit Beginn der Sommerferien 2026 erfolgen.
Die Ratsmitglieder stimmten einstimmig zu.
3. Gewährung eines laufenden jährlichen Zuschusses an verschiedene Vereine in der Gemeinde Visbek; hier: etwaige Anpassung der Zuschussmittel
Die Gewährung von lfd. jährlichen Zuschüssen an Visbeker Vereine/Gruppen ist in den vergangenen Jahren regelmäßig in den Ratsgremien der Gemeinde Visbek beraten worden, da sich der lfd. jährliche Zuschuss je Verein/Gruppe aus einem Grundbetrag sowie einem variablen Betrag für die Jugendarbeit zusammensetzt. In seiner Sitzung am 01.04.2026 hat der Rat der Gemeinde Visbek u. a. beschlossen, 14 Vereinen/Gruppen aus der Gemeinde Visbek weiterhin einen lfd. jährlichen Zuschuss zu gewähren. Für das Jahr 2026 - so der damalige Ratsbeschluss - ist seitens der Gemeindeverwaltung hinsichtlich der Anzahl der Jugendlichen eine erneute Abfrage bei den betroffenen Vereinen/Gruppen vorzunehmen. Der Betrag pro Jugendlichen beläuft sich auf 20,00 €.
Nachdem in den Vorjahren die jugendlichen Mitgliederzahlen immer gestiegen sind, sind die Mitgliederzahlen in diesem Jahr um 168 Jugendliche gesunken, so dass die Visbeker Vereine/Gruppen mit Stichtag 31.12.2025 insgesamt 1.674 jugendliche Mitglieder verzeichnen konnten.
4. Besichtigung & Austausch zur Zukunft unserer Visbeker Feuerwehren
Am 18.03.2026 fand eine gemeinsame Besichtigung sowie Informations-veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehren Rechterfeld und Visbek für die Visbeker Ratsmitglieder statt. Zahlreiche Ratsmitglieder folgten der Einladung, um sich vor Ort ein Bild von den aktuellen Gegebenheiten und zukünftigen Planungen zu machen.
Zum Auftakt trafen sich die Teilnehmenden im Feuerwehrhaus Visbek. Dort wurde die Räumlichkeiten besichtigt und die aktuelle Nutzung sowie bestehende Herausforderungen erläutert. Im anschließenden Austausch konnten bereits erste Eindrücke und Fragen aufgenommen werden.
Danach ging es weiter zum Feuerwehrhaus Rechterfeld. Auch hier wurden die Ratsmitglieder durch die neuen Räumlichkeiten geführt.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Abends war die Vorstellung der Fortführung des Fahrzeugkonzeptes der Feuerwehren Rechterfeld und Visbek. Dabei wurden zukünftige Entwicklungen, Anforderungen und strategische Überlegungen transparent aufgezeigt.
In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre konnten viele Fragen geklärt und wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung unserer Feuerwehren gesammelt werden.

Foto: Feuerwehr Rechterfeld